Cui Guotai

Artnet/CUI Guotai

Cui Guotai wurde 1964 in Shenyang geboren, einer Stadt im Nordosten Chinas, die von den 1930er bis in die 1990er Jahre als Zentrum der Stahlindustrie von sich reden machte. Er erlebte aus nächster Nähe den Aufstieg und Fall des 1934 von den Japanern gegründeten und von den Sowjets in den 50ern mit Materiallieferungen unterstützten Industrie-Areals des Tiexi-Distrikts. 

Seit den frühen 2000er Jahren entstanden großformatige, in Acryl auf Leinwand gemalte „Portraits der Industrie“, oder auch „Political Landscapes“, die der Maler als Monumente der Zeitgeschichte darstellt, ohne ihnen eine weitere Deutung hinzuzufügen. In vielen seiner Bildern bemächtigt sich bereits die Natur wieder der ehemaligen Flächen wie zum Beispiel Fabriken und Flugplätze. 

Cui Guotai interessiert sich gleichsam für Orte, an denen in der Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen hat, genauso wie für aktuelle technische Errungenschaften, wie beispielsweise eine Raumstation, die er kurz nach der Fertigstellung besuchen und malen durfte.  In der zeitgleichen Performance mit Olga Georgieva in Wien werden die Künstlerin und der Künstler jeweils auf 180x300cm Leinwand zum Thema  großen Mauer arbeiten.