Chen Shuo 陈硕

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Die Porzellanskulpturen von Chen Shuo wiederum beziehen sich auf allgegenwärtige Elemente der chinesischen Kultur: Kriegerfiguren verschiedener Dynastien, Buddhas, Taihou-Steine und Pagoden. In der Ausstellung steht ein Buddha in seiner formalen Klarheit einem Bild von Karin Pliem gegenüber, das in seiner Feinstruktur aus Blüten, Gewächsen und skulpturalen Elementen der klaren Einfachheit Chen Shuos kontert. Seine Objekte werden in einem aufwändigen Prozess zu menschengroßen Figuren aufgebaut. Um die Formen in die Härte von Porzellan verwandeln zu können, zerschneidet er diese in hunderte Einzelteile, um sie nach dem Brennen und Glasieren wieder mit Metalldraht zusammenzufügen. Wie in He Weis Bildern ist die Struktur jeder Skulptur demnach schon von Anfang an klar, wird während des Arbeitsprozesses jedoch wieder aufgelöst, um in leicht veränderter Form vollendet zu werden.